Critérium International 29. & 30.3.14

Schlechte Beine bei der zweitätigen Rundfahrt auf Korsika

Das Critérium International sollte für mich das erste gute Resultat bringen in dieser Saison. Im Training fühlte ich, dass die Form immer besser wird und etwa gleich ist wie letztes Jahr zur gleichen Zeit. Damals fuhr ich ebenfalls dieses Rennen und klassiert mich in den Top 20 des Gesamtklassements. Dies war nun mein Minimalziel, welches ich jedoch deutlich verpasste. Ich hatte an beiden Tagen sehr schlechte Beine wegen Muskelverspannungen im Rücken und Becken. Ich fühlte mich blockiert und kam bei weitem nicht an meine guten Trainingsleistungen heran. Warum es wie schon in Italian im Training funktioniert um am Rennen nicht gilt es jetzt heraus zu finden. Denn der 55. Gesamtrang ist definitiv nicht dass was ich will und kann. Nun absolviere ich ein Höhentrainingslager und bestreite dann  Ende April ein Eintagesrennen in den Ardennen. Der Flèche Wallonne wird das letzte Rennen sein vor der Tour de Romandie.

Zum Glück lief es meinem Zimmerkollegen Mathias Frank besser. Viel besser sogar. Er gewann die letzte Etappe und wurde 2. im Gesamtklassement. Die Freude über seinen Sieg liess mich meine Enttäuschung etwas vergessen…

http://www.procyclingstats.com/race/Criterium_International_2014_Stage_2-Stages

Tirreno Adriatico

Das Rennen zwischen den Meeren wird die Rundfahrt auch genannt. Denn von der Toskana führt die Strecke über die Abruzzen an die Adria. Während den 7 Etappe gab es ein Mannschaftszeitfahren, drei Flachetappen, zwei Bergetappen und ein Einzelzeitfahren. Für mich diente die Rundfahrt als Formaufbau für den Spätfrühling. Dennoch wollte ich im Gesamtklassement möglichst gut abschneiden. Ich hatte gute Beine und das schöne Wetter machte Lust Rennen zu fahren. Leider lief es aber auf den Bergetappen nicht wie gewünscht weil die Muskeln im Becken und Gesäss plötzlich verkrampften. So musste ich mich mit einem Platz im Mittelfeld zufrieden geben.  Auch im Zeitfahren war es nicht anders. Frustriert war ich deswegen zwar nicht aber ein gutes Resultat wäre sicher schöner gewesen.

Mehr Infos: http://www.procyclingstats.com/race/Tirreno_Adriatico_2014

Tirreno Adriatico 2014

Tirreno Adriatico 2014

Hier beim Mannschaftszeitfahren an 3. Stelle oben und an 6. Stelle unten

Tirreno Adriatico 2014

Roma Maxima

Für mich ist es eines der schönsten Eintagesrennen in Italien und dass nicht nur weil Start und Ziel direkt vor dem Kolosseum ist. Sondern auch weil die 195 Km durch eine schöne Berglandschaft im Hinterland vom Rom führen und mir die Strecke sehr zusagt. Es war die genau gleiche Strecke wie im letzten Jahr und so konnte ich meine Leistung zum letzten Jahr vergleichen. Am entscheidenden Berg konnte ich ein gutes Tempo fahre. Jedoch verpasste ich den Anschluss an die erste 10er Gruppe knapp. Doch weil noch ein 20 Km langes Flachstück kam waren beim Zielsprint wieder viele Fahrer beisammen womit die Chancen auf ein gutes Resultat dahin waren. Denn im Massensprint auf dem Kopfsteinpflaster hatte ich keine Chance und fuhr als 27. ins Ziel. Beim analysieren der Leistungsdaten zeigte sich dann, dass ich den Berg schneller fuhr als im letzten Jahr was zwar nur ein unbedeutendes Randdetail ist, aber mir dennoch Zuversicht gibt auf dem richtigen Weg zu sein.

Roma Maxima

 

GP Lugano

Nachdem das Rennen im letzten Jahr wegen Schnee abgesagt wurde, war es dieses Jahr sonnig bei angenehmen Temperaturen. Mir war es dennoch zu kalt, denn ich war Gesundheitlich etwas angeschlagen und darum ohne Ambitionen. So versuchte ich wenigstens meinen Teamkollegen zu helfen damit diese ein gutes Resultat erzielen konnten. So leistete ich während 100 Km vorne am Feld Führungsarbeit um die 8 Fahrer starke Spitzengruppe einzuholen. 20 Km vor dem Ziel war dies geschafft und meine Kraft aufgebraucht. Ich fuhr das Rennen in einer hinteren Gruppe zu Ende. Als bester Teamkollege klassierte Jerome Pineau auf dem guten 5. Rang.

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Hier an dritter Stelle bei der Tempoarbeit mit Patricke Schelling vor mir.

 

Tour du Haut Var

Es geht aufwärts mit der Formkurve.
Auch mein zweiter Renneinsatz führte mich nach Südfrankreich. An der Côte d’Azur fuhr ich die zweitätige Tour du Haut Var. Die erste Etappe war zwar hügelig aber nicht entscheidend. Aber die zweite Etappe war mit 210 Km und 3000 Höhenmetern sehr selektiv. Die Teamtaktik war es in einer frühen Spitzengruppe präsent zu sein und dies war mein Job. Zwar schaffte ich es in die Gruppe zu kommen, allerdings unter grossem Kraftaufwand. Denn ich setzte mich erst vom Feld ab als die 7 anderen Fahrer schon einen Vorsprung von 30 Sekunden hatten. Schliesslich prägte unsere Gruppe während 150 Km das Renngeschehen aber eben leider nicht bis zum Schluss. Nach unserer Einholung waren meine Kräfte aufgebraucht und so stieg ich vorzeitig aus dem Rennen aus. Dennoch kann ich mit der Rundfahrt einigermassen zufrieden sein.

Marcel Wyss in der Spitzengruppe an der Tour du Haut-Var IAMcycling_MarcelWyss_article_s