Tour de France

Vorschau auf meine zweite Tour de France, 4. bis 26. Juli

2015.07.04 Tour de France Karte

Zurück an dem Rennen, dass mein letztes zu sein schien.

Als ich vor einem Jahr meine erste Tour de France in Paris erfolgreich beendete, dachte ich, dass dies auch das Ende meiner Karriere wäre. Denn ich wusste um die schwierige Operation die mir bevorstand. Doch nun stehe ich wieder am Start und bin überglücklich, dass ich es geschafft habe. Ich kann viel entspannter ins Rennen gehen da ich mein Ziel schon erreicht habe. Das heisst aber nicht, dass ich mir nicht neue Ziele setze. Wie diese genau aussehen wird das Team von Tag zu Tag mitentscheiden. Aber hauptsächlich werde ich versuchen so lange wie möglich bei Mathias Frank zu bleiben um ihn zu unterstützen einen Platz in den Top 10 des Gesamtklassements zu erreichen.

Dies ist für ihn und für das Team ein hoch gestecktes Ziel. Denn die Leistungsdichte der Fahrer ist unglaublich hoch, die erste Tour-Woche sehr gefährlich und die Bergetappen extrem hart. Nur die stärksten haben eine Chance auf ein Sieg, aber nur diejenigen die auch das nötige Rennglück haben, werden die Chance auch bekommen.

Die Route

Der “Grand Depart” ist dieses Jahr im holländischen Utrecht. Los geht es mit einem 13.8 Km langen Einzelzeitfahren. Es wird das einzige sein in der ganzen Tour. Danach kommen knifflige Etappen in Holland (Wind), Belgien (kurze steile Berge), und Nordfrankreich (Kopfsteinpflaster). Am Ende der ersten Woche wartet ein Mannschaftszeitfahren. Es gilt, diese erste Woche schadlos zu überstehen. Nach dem ersten Ruhetag geht es in der zweiten Woche in die Pyrenäen und in der dritten Woche in die Alpen. In diesen letzten zwei Wochen gibt es 10 Bergetappen, 7 davon mit Bergankunft. Die letzte Etappe endet wie jedes Jahr auf der Champs-Elysee in Paris!

News & Infos

Natürlich ist das Rennen in vielen Ländern live im Fernsehen zu sehen und im Internet mit vielen Berichten, Videos und Fotos. Auch ich versuche auf meiner Internetseite ab und zu etwas zu schreiben. Zusätzlich lade ich meine GPS Daten vom Velocomputer auf mein STRAVA Profil hoch.

Hier noch ein Bericht von unserem Team auf: http://www.iamcycling.ch

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24. & 28.6 CH-Meisterschaften

Rang 4 im Zeitfahren, Rang 11 im Strassenrennen.

Bereits am Mittwoch fand in Chalet-à-Gobet in Lausanne die Schweizermeisterschaft im Zeitfahren statt. Ich rechnete mir keine Chancen aus und fuhr vor allem als Training. Es war ein harter Kurs, denn man konnte sich nirgends erholen. Auf den total 40Km ging es immer rauf und runter. Ich wurde vierter mit 2 Minuten Rückstand auf den Sieger Silvan Dillier. Auf das Podest fehlten mir 45 Sekunden.

Am Sonntag beim Strassenrennen in Steinmaur hatte ich leider nicht den besten Tag. Bereits am Morgen fühlte ich mich, als wäre ich mit dem falschen Bein aufgestanden. Ich hoffte, dass mich mein Gefühlt täuscht und versuchte zusammen mit meinen Teamkollegen den CH-Titel zu verteidigen. Vorjahressieger Martin Elmiger zusammen mit Patrick Schelling, ebenfalls ein Teamkollege, versuchten sich in einer frühen Fluchtgruppe. Lange sah es gut aus aber hinten im Feld machte das Team BMC die Führungsarbeit mit einem konstanten Tempo wobei das Rennen so leider nicht hart genug war. 10 Km vor dem Ziel waren meine Teamkollegen eingeholt und eine 13 Fahrer starke Gruppe machte den Sieg unter sich aus. Alle Favoriten waren dabei und es gab keine Berge mehr. Leider fehlt mir in solchen Rennsituationen die Schnellkraft weil eben alle noch zu frisch waren. Darum hätte ich es lieber gehabt wenn das Rennen härter und der Berg länger gewesen wäre. So kam es, dass es eine Glücksache war der richtigen Attacke zu folgen. Drei Fahrer setzten sich ab und der einzige der hinten noch Interesse hatte war Fabian Cancellara. Doch alleine hatte er keine Chance und alle anderen Fahrer hatten einen Teamkollegen vorne. So machten die drei den Sieg unter sich aus und für Rang 4 riskierte ich im Sprint nichts mehr und kam als 11. ins Ziel.

Gewonnen wurde das Rennen von Danilo Wyss vom Team BMC, vor meinen Teamkollegen Reichenbach & Frank. Trotz der guten Teamleistung zählt halt durch nur der erste Platz und darum ist es für das Team eine kleine Enttäuschung. Aber so ist der Sport.

Es war das letze Rennen vor der Tour de France. Mein Saisonziel. Mehr dazu später….

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Critérium du Dauphiné 7. bis 14.6

Mal top mal flop…

Die World-Tour Rundfahrt rund um Lyon war für mich das Qualifikation und Vorbereitungsrennen für die Tour de France. Darum war die Woche in den französischen Alpen sehr wichtig und die Strecke kam mir entgegen. Nicht weniger als 4 Bergankünfte waren auf dem Programm. Dazu noch ein Mannschaftszeitfahren und drei hüglige Etappen. Es war ein einziges rauf und runter und zwar bezüglich meiner Leistung und dem Höhenprofil. Die ersten vier Tage liefen super. Bereits am ersten Tag zeigte ich meine gute Form und war bis 1 Km vor dem Ziel in einer Spitzengruppe. Viel fehlte also nicht. Am zweiten und vierten Tag kam es jeweils zu einem Massensprint wo ich keine Zeit verlor. Auch im Mannschaftszeitfahren am dritten Tag lieferte unser Team mit Rang 9 eine ordentliche Leistung ab. Die letzten vier Tage war dann alles Bergetappe. Leider fühlte ich mich am fünften und sechsten Tag total blockiert. Ich hatte Rückenbeschwerden und brachte keine Kraft mehr aufs Pedal. Wohl eine folge des Mannschaftszeitfahren. Die letzten zwei Tag ging es dann wieder etwas besser und so fuhr ich am Samstag bis kurz  vor dem Ziel wieder in einer Spitzengruppe. Schlussendlich waren es die Etappenränge 22 & 21. Damit war es ein versöhnlicher Abschluss. Wegen der zwei schlechten Tage landete ich im Gesamtklassement nur auf dem 38. Rang. Ich denke ich habe gute Chancen auf ein Platz im Tour de France Team. Die Entscheidung fällt Ende dieser Woche.

Alle Resultate: http://www.procyclingstats.com/race/Criterium_du_Dauphine_2015-stages

Foto: (c) Tim De Waele

Cycling: 67th Criterium du Dauphine 2015/ Stage 1

Foto: (c) Tim De Waele

Cycling: 67th Criterium du Dauphine 2015 / Stage 311083812_10153080157028541_7054411780472821734_o

Final GC-1427977916

Tour de Romandie 28.4 – 3.5

Auch wenn ich im Gesamt (29. Rang) und Etappenklassement kein Spitzenplatz einfahren konnte, ziehe ich eine positive Bilanz. Denn meine Leistungswerte sind vergleichbar mit denjenigen vom letzten Jahr. Vor allem auf der Bergetappe am Samstag fühlte ich, dass ich immer noch weit vorne mitfahren kann. Der 20. Etappenrang als zweitbester Schweizer war ordentlich vor allem wenn man die Namen sieht die vor und hinter mir klassiert waren. Mit Ausnahme der Spanier waren alle Tour de France Siegesanwärter mit im Rennen.

Einzig im Zeitfahren komme ich nicht mehr an meine früheren Leistungen heran. Aber ich bin glücklich wieder ein solch hohes Niveau erreicht zu haben denn es ist alles andere als selbstverständlich. Dennoch gebe ich mich damit nicht zufrieden und arbeite weiter hart um die Selektion für die Tour de France zu schaffen. Dazu geht es jetzt erneut ins Höhentrainingslager für zweieinhalb Wochen.

Resultate: http://www.procyclingstats.com/race/Tour_de_Romandie_2015-stages

Einschätzung von Rick Verbrugghe (Sportlicher Leiter IAM Cycling): Interview

tdr2015_6_et_lausanne_wja_0507Foto: Werner Jacobs www.radsport.ch

 

Volta a Catalunya 23. – 29.3.15

Noch weit von der Bestform weg…

Meine Teilnahme an der Rundfahrt stand ein Tag vor dem Start auf der Kippe. Aus mir unerklärlichen Gründen hatte sich meine Rücken, Gesäss und Beinmuskulatur total verspannt. Ich konnte kaum noch gehen. Aber ich wollte unbedingt starten. Allerdings war ich nicht konkurrenzfähig. Jeden Tag kam ich im Gruppetto mit viel Rückstand ins Ziel. Ein Sturz auf der 3. Etappe tat meinen Muskeln auch nicht besonders gut. Es war frustrierend aber zum Glück ging es auf den letzten Etappen etwas besser. Zwar konnte ich noch immer nicht mit den besten mithalten aber es ging aufwärts. Im Gegensatz zu vielen anderen beendete ich die Rundfahrt und sammelte für mich wertvolle Rennkilometer. Allzu beunruhigt bin ich allerdings nicht wegen der schlechten Form. Im letzten Jahr im März lief es mir etwa gleich schlecht. Vom 1. bis 14. April absolviere ich nun ein Höhentrainingslager in der Sierra Nevada und hoffe für die Tour de Romandie fit zu sein.

Resultate: www.pcs.com