UCI World Tour 2015

UCIWorld_Tour_300Nun ist es Tatsache. IAM Cycling steigt in der neuen Saison in die höchste Liga auf. Als WorldTour Team erhalten wir somit automatisch Einladungen zu den grössten Rennen wie, Tour de France, Giro d’Italia und Vuelta a España. Natürlich auch die beiden Schweizer WorldTour Rennen Tour de Romandie und Tour de Suisse. Allerdings ist mein Rennkalender noch nicht bekannt. Ein Ziel ist aber auf jeden Fall wieder die Teilnahme an der Tour de France.

Rennkalender der UCI World Tour: www.procyclingstats.com

 

Vorbereitung läuft!

Seit dem 1. November bin ich wieder am trainieren. Nach erholsamen Ferien, vor allem für den Kopf, fühle ich mich bereit die Saison 2015 in Angriff zu nehmen. Ich bin mir bewusst, dass ich härter denn je Arbeiten muss um ein solides Comeback zu schaffen. Ich hoffe im Februar wieder Rennen zu fahren. Dies nach 6 Monaten ohne Wettkampf.
Wie mein Training so läuft könnt ihr auf STRAVA verfolgen. Viel Spass!

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Saisonende wegen Operation

Wegen einer seit längerem geplanten Operation beende ich meine Saison vorzeitig. Bereits kurz nach meinem letzten Rennen, der Tour de France war klar, dass ich bis zum geplanten Operationstermin am 9.9.14 keine Rennen mehr fahren würde. Dennoch habe ich bis jetzt fleissig trainiert da ich eigentlich auf dem Velo keine Probleme habe. Operiert wird im Bereich der linken Flanke/Bauchseite im Inselspital Bern. Es ist eine komplizierter und langer Eingriff aber ich möchte nicht mehr Details dazu sagen. Ich werde mir alle Zeit nehmen die ich zur Genesung brauche. Bis bald….

Tour de France

Konstante Leistung aber nie ganz bei den Besten.

Mein minimal Ziel, die Tour zu Ende zu fahren, habe ich erreicht. Doch von einem Etappensieg, war ich leider weit weg. Dies ist meine persönliche Bilanz der drei Wochen in Kurzform. Im Detail könnte ich den ganzen Tag schreiben was ich alles erlebt habe. Schon nur die ersten drei Tage in England werde ich nie vergessen. Die Millionen von Zuschauer und deren Begeisterung waren unvergesslich wenn auch sehr stressig. Der Lärmpegel vom Geschrei, Hubschrauber und Funk im Ohr hörte ich noch beim einschlafen. Sportlich ging es für mich in der ersten Woche nur ums durchkommen. Ich stürzte “nur” einmal weil ich mich aus den Positionskämpfen raus hielt. So kam ich natürlich jeden Tag mit viel Rückstand ins Ziel was aber gewollt war um Kräfte zu sparen für die Berger. Denn dort sollte ich wie schon an der Tour de Suisse, unseren Teamleader Mathias Frank unterstützen. Doch soweit kam er nicht. Bei einem unverschuldeten Sturz brach er sich den Schenkelhals im Bein und schied aus. Von der 8. Etappe an war die Einzige Chance, aus einer Fluchtgruppe heraus eine Etappe zu gewinnen. Aber überhaupt in eine solche Gruppe zu kommen war sehr schwierig und hart. Auf der 10. Etappe, der ersten richtigen Bergetappe in den Vogesen, schaffte ich es in eine solche Fluchtgruppe, konnte aber nicht bis zum Ende durchhalten und wurde eingeholt. Im Ziel war ich total entkräftet mit Hungerast und zudem holte ich mir noch eine Erkältung welche ich bis zum Ende nicht mehr los wurde. So hatte ich vor allem in der zweiten Woche keine guten Beine. Bei den zwei Alpenetappen fuhr ich zweimal in die Top30, aber zufrieden war damit nicht. Aber es zeigte sich, dass dies mein aktuelles Niveau war. Denn auch in den Pyrenäen kam ich nicht über Rang 25 hinaus. Immerhin zeigte ich mich nochmals in einer Fluchtgruppe, jedoch war auch diese erfolglos. So erreichte ich Paris mit einer durchzogenen Bilanz. Ein 32. Gesamtrang als bester Schweizer tönt zwar gut, aber eine super Leistung an einer einzigen Etappe wäre mir lieber gewesen. Auf jeden Fall habe ich alles gegeben was ich konnte und dies zählte für mich schlussendlich am meisten. Es war sportlich gesehen die grösste Erfahrung meines Lebens und unvergesslich noch dazu.

Bilder von unserem Team: https://www.flickr.com/photos/iamcycling/sets/

Resultate: www.letour.fr & http://www.procyclingstats.com

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