Tour de Suisse

Zerschlagene Hoffnungen und Kapitulation des eigenen Körpers.
Mit grossen Ambitionen startete ich zur Tour de Suisse. Doch ein schwerer Sturz am ersten Tag beim Zeitfahren war bereits der Anfang einer Odyssee.
Denn ich fuhr eine Kurve etwas zu schnell an und hob bei einer Bodenwellen ab. Hinzu kam der Seitenwind welcher mir das Rad wegblies und so landete ich hart auf dem Rücken. Die Schürfungen und Prellungen beeinträchtigen meine Leistung stark an den folgenden Tagen. Das Video vom Sturz: http://twitpic.com/cw1ia6
Auf der zweiten Etappe nach Crans Montana konnte ich zwar noch einigermassen mithalten und wurde 21. Doch am Tag darauf blockierten meine Muskeln im nasskalten Wetter über den Hasliberg völlig. Somit war ein guter Rang im Gesamtklassement bereits unerreichbar.
Auf der 4. Etappe welche durch meine Heimat führte schöpfte ich neue Hoffnung weil ich mein Körper etwas schonen konnte und ich mich auch besser fühlte. Zumal war es ein schönes Erlebnis mit der Tour de Suisse durchs Emmental zu fahren. Doch bereits auf der 5. Etappe zerbrachen alle Hoffnungen auf einem Randstein. Ich stürzte erneut und zog mir erneut schwere Prellungen und Schürfungen zu.  Doch es kam noch schlimmer…
Denn die Prellung an einer Rippe war so stark, dass ich am nächsten Tag während einem Antritt am Berg ein knacken hörte. Augenblicklich schoss der Schmerz durch den Körper und ich konnte nicht mehr am Lenker ziehen bis ins Ziel. Es war ein leichter Riss in einer Rippe welcher mich fast zur Aufgabe zwang. Doch ich wollte unbedingt die Königsetappe über den Albulapass fahren. Ich kämpfte mich mit über einer halben Stunde Rückstand als letzter ins Ziel. Auch auf der vorletzten Etappe war es eine Quälerei aber auch hier erreichte ich das Ziel, aber diesmal mit folgen. Nun hatten sich auch noch meine Schürfwunden entzündet weil es einfach zu viele waren als dass der Körper damit fertig wurde. So musste ich tatsächlich auf den Start zum Abschlusszeitfahren verzichten. Es war der Schlusspunkt der Odyssee.

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Vorschau Tour de Suisse

Die Tour de Suisse als Saisonziel.
Heute starte ich um 16:15 auf dem Flugplatz vom Ambri zum Prologzeitfahren der Tour de Suisse. Es ist nach 2009 erst meine 2. Teilnahme und darum freue ich mich riesig. Ich hoffe, dass ich meine gute Form vom Mai konservieren konnte und in den Kampf um das Gesamtklassement eingreifen kann.
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Das letzte Training absolvierte ich heute morgen 6 Stunden vor meinem Start.
Bereits nach den erste drei Tagen werde ich sehen was möglich ist. Denn zwei der 4 entscheidenden Etappen kommen bereits am Sonntag (Crans Montana) und Montag (Meiringen). Die Königsetappe kommt dann am Freitag wenn es über den Albulapass geht und das Finale am Sonntag mit dem Bergzeitfahren auf die Flumserberge.
Alle Etappen sind live auf SRF2 zu sehen und wenn die Tour mal in deiner Nähe ist lohnt sich ein Besuch an der Strecke. Mehr Infos unter: www.tds.ch

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GP Mobiliar 2.6.13

Solosieg am Heimrennen!

Marcel Wyss am GP Mobiliar in Kirchdorf 2

Das zweite Rennen an diesem Wochenende war ebenfalls ein Heimrennen und zudem wurde es von meinem Club organisiert, dem RSC Aaretal Münsingen. Das nationale Rundstreckenrennen in Kirchdorf führte über eine Distanz von 150Km verteilt auf 17 Runden. Es war ein taktisch schwieriges Rennen für mich weil ich als Einzelfahrer gegen die zahlenmässig überlegenen Schweizer Elite Teams kämpfte. Doch dank meiner guten Form hatte ich das Geschehen immer im Griff. Jede Runde verloren einige Fahrer den Anschluss, sodass ich 4 Runden vor Schluss nur noch drei Fahrer bei mir hatte. Diese Selektion führte ich jeweils am kurzen Berg hinauf nach Mühledorf herbei. Auch in der letzten Runde attackierte ich die drei am Berg und konnte mich entscheidend absetzen. So feierte ich den 4. Sieg in dieser Saison. Die Bilanz lässt sich sehen. Bei allen 4 Schweizer Rennen wo ich am Start war konnte ich den Sieg einfahren. So freue ich mich sehr auf die am Samstag beginnende Tour de Suisse, wo ich mich mit der Weltspitze messen kann. Dort Siegesambitionen zu haben wäre etwas überheblich aber ich möchte auf jeden Fall auf einigen Etappen das eine oder andere Ausruffezeichen setzten und im Gesamtklassement ein Wörtchen mitreden.

Resultate & weitere Bilder: http://www.gp-rscaaretal.ch/

Marcel Wyss am GP Mobiliar in Kirchdorf

Zeitfahren Stockental 1.6.13

Sieg mit Streckenrekord im strömenden Regen!

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In diesem Jahr passte das nationale Zeitfahren im Stockental ideal in meine Agenda um für die kommenden Zeitfahren bei der Tour de Suisse und Schweizer-meisterschaft zu trainieren.
Seit letztem Jahr führt die Strecke nicht mehr von Burgistein nach Reutigen (dort habe ich den Streckenrekord) sondern in einer Rund von Amsoldingen via Oberstocken, Blumenstein & Thierachern zurück nach Amsoldingen. Ich wollte auf den 2 Runden und 30.2Km natürlich ebenfalls einen Streckenrekord aufstellen. Doch die Verhältnisse waren denkbar schlecht. Es regnete während des ganzen Rennens und ich wollte absolut nichts riskieren. Ich kam aber mit den Verhältnissen gut zurecht und war schnell unterwegs. Mit einer Zeit von 0:36:46 und einem Stundemittel von 49.3 Km/h gewann ich und unterbot die Zeit aus dem Vorjahr deutlich.

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Bayern Rundfahrt 22. – 26.5.13

Formtest für Tour de Suisse geglückt: 7. Gesamtrang an der Bayern Rundfahrt!

Marcel Wyss am Zeitfahren der Bayern Rundfahrt

Als Vorbereitung auf die Tour de Suisse, bestritt ich letzte Woche die Bayern Rundfahrt. Sie war geprägt vom kalten Wetter. Am ersten und letzten Tag kam noch Dauerregen dazu. Zum Glück waren dies nicht die Entscheidenden Etappen sondern die bergige 2. Etappe sowie das Zeitfahren am 4. Tag. Dort erwischte ich zwei super Tage und konnte mich dementsprechend in Szene setzten. Mit dem 13. Etappenrang wurde ich erst noch unter Wert geschlagen doch dann zeigte ich mein bestes Zeitfahren seit langem und landete auf dem 9. Rang inmitten aller Zeitfahrspezialisten. Die Strecke von 31.2Km und 220Hm legte ich mit durchschnittlich 48 Km/h zurück. Der so erreichte 7. Gesamtrang sollte einfach zu verteidigen sein dachte ich. Doch das Wetter auf der letzten Etappe war erbarmungslos. Starker Wind, kalte Temperaturen und 4:30h Dauerregen schwächten mich so sehr, dass ich nahe am aufgeben war. Mit der Mithilfe meiner Teamkollegen überstand ich diesen Tag und hoffe nie mehr so leiden zu müssen. das Problem war sicher mein inzwischen geringer Köperfettanteil. Die Hälfte aller gestartete Fahrer erreichten das Ziel nicht. Doch schlussendlich war es für mich und das Team eine erfolgreiche Rundfahrt. Nebst meinem 7. Gesamtrang gewannen wir die Teamwertung, die Bergwertung und die letzte Etappe.

Resultate: http://www.procyclingstats.com/race/1185081-Bayern-Rundfahrt-2HC

Marcel Wyss am Zeitfahren der Bayern Rundfahrt 2