Tour de France

Konstante Leistung aber nie ganz bei den Besten.

Mein minimal Ziel, die Tour zu Ende zu fahren, habe ich erreicht. Doch von einem Etappensieg, war ich leider weit weg. Dies ist meine persönliche Bilanz der drei Wochen in Kurzform. Im Detail könnte ich den ganzen Tag schreiben was ich alles erlebt habe. Schon nur die ersten drei Tage in England werde ich nie vergessen. Die Millionen von Zuschauer und deren Begeisterung waren unvergesslich wenn auch sehr stressig. Der Lärmpegel vom Geschrei, Hubschrauber und Funk im Ohr hörte ich noch beim einschlafen. Sportlich ging es für mich in der ersten Woche nur ums durchkommen. Ich stürzte “nur” einmal weil ich mich aus den Positionskämpfen raus hielt. So kam ich natürlich jeden Tag mit viel Rückstand ins Ziel was aber gewollt war um Kräfte zu sparen für die Berger. Denn dort sollte ich wie schon an der Tour de Suisse, unseren Teamleader Mathias Frank unterstützen. Doch soweit kam er nicht. Bei einem unverschuldeten Sturz brach er sich den Schenkelhals im Bein und schied aus. Von der 8. Etappe an war die Einzige Chance, aus einer Fluchtgruppe heraus eine Etappe zu gewinnen. Aber überhaupt in eine solche Gruppe zu kommen war sehr schwierig und hart. Auf der 10. Etappe, der ersten richtigen Bergetappe in den Vogesen, schaffte ich es in eine solche Fluchtgruppe, konnte aber nicht bis zum Ende durchhalten und wurde eingeholt. Im Ziel war ich total entkräftet mit Hungerast und zudem holte ich mir noch eine Erkältung welche ich bis zum Ende nicht mehr los wurde. So hatte ich vor allem in der zweiten Woche keine guten Beine. Bei den zwei Alpenetappen fuhr ich zweimal in die Top30, aber zufrieden war damit nicht. Aber es zeigte sich, dass dies mein aktuelles Niveau war. Denn auch in den Pyrenäen kam ich nicht über Rang 25 hinaus. Immerhin zeigte ich mich nochmals in einer Fluchtgruppe, jedoch war auch diese erfolglos. So erreichte ich Paris mit einer durchzogenen Bilanz. Ein 32. Gesamtrang als bester Schweizer tönt zwar gut, aber eine super Leistung an einer einzigen Etappe wäre mir lieber gewesen. Auf jeden Fall habe ich alles gegeben was ich konnte und dies zählte für mich schlussendlich am meisten. Es war sportlich gesehen die grösste Erfahrung meines Lebens und unvergesslich noch dazu.

Bilder von unserem Team: https://www.flickr.com/photos/iamcycling/sets/

Resultate: www.letour.fr & http://www.procyclingstats.com

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Vorschau Tour de France

Nun stehe ich am Start meiner dritte dreiwöchigen Landesrundfahrt. Nachdem ich in den Jahren 2010 und 2011 zwei mal den Giro d’Italia gefahren bin, kommt nun also die grosse Schleife durch Frankreich. Jedoch startet die Tour nicht in Frankreich sondern in England, genauer gesagt in Leeds. Dort fahren wir drei Etappen bis es dann nach Frankreich geht wo eine Kopfsteinpflaster Etappe à la Paris-Roubaix warten am fünften Tag. Dann geht es ins Elsass und die Vogesen. In der zweiten Wochen geht’s durch die Alpen und in der dritten durch die Pyrenäen. Die Berge sind für mich scher das kleinste Problem. Viel mehr sind es die Positionskämpfe, der Wind und das Kopfsteinpflaster welche für ein Fahrer wie mich schwierig werden. Aber ich nehme Tag für Tag und so hoffe ich auf Rennglück und gute Beine. Sollte ich auf einer Bergetappe beides haben kann ich um einen Etappensieg kämpfen. Fürs Gesamtklassement habe ich keine Ambitionen da ich wie an der Tour de Suisse voll und ganz für Mathias Frank arbeite. Aber ab und zu kann ich sicher auch das Glück in einer Fluchtgruppe suchen und auf genannte Faktoren hoffen.

Offizielle Tour Internetseite: http://www.letour.fr/de/
Weiter Infos und Statistik: http://www.procyclingstats.com/race/Tour_de_France_2014
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Schweizermeisterschaft

In einem harten Rennen in Roggliswil konnte unser Team IAM den Sieg von meinem Teamkollegen Martin Elmiger feiern. Dabei konnte ich wieder wichtige Arbeit leisten und kam am Schluss auf Rang 6 ins Ziel.
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Tour de Suisse

Am letzten Tag lief alles nach Plan

http://www.srf.ch/sport/mehr-sport/rad/rui-costa-gewinnt-tour-de-suisse-vor-mathias-frank

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Die Tour de Suisse ist zu Ende und mit der letzten Etappe nach Sass Fee habe ich mein persönliches Ziel doch noch erreicht. Ich konnte für Mathias Frank in der entscheidenden Rennphase während 40 Km Führungsarbeit machen und so den Leader Tony Martin auf Distanz halten. Es war eine taktische Meisterleistung vom gesamten Team IAM. Zusammen mit Teamkollege Johann Tschopp ging ich 100 Km vor dem Ziel in die Offensive und fuhr in einer grossen Spitzengruppe mit. 50 Km vor dem Ziel attackierte hinten Frank und setzte sich mit dem späteren Gesamtsieger Costa und dem Gesamtdritten Mollema vom Feld ab. Ich und Tschopp liessen uns zurückfallen und führten die Gruppe ganz nach vorne wo wir sofort das Tempo machten um den Vorsprung zu halten. Doch 20 Km vor dem Ziel war ich der letzte übrig gebliebene Helfer und arbeitete alleine bis Saas Grund. So brachte ich die hintere Gruppe zur Verzweiflung als diese vergebens versuchten den Abstand zu verkleinern. Dieser blieb konstant bei 2 Minuten. Dies reichte Franke um sich einen Podestplatz zu sichern. Welcher es sein würde entschied sich auf den letzten 3. Km. Mit einem letzte Effort lancierte ich Franks Attacke welcher ein grossartige Leistung zeigte. Er beendete die Etappe auf Rang drei und viel wichtiger das Gesamtklassement auf Rang 2 hinter dem Weltmeister Rui Costa. Ich kam auf Rang 8. ins Ziel und wurde in der Endabrechnung 18. Zudem wurde ich noch als aktivster Fahrer ausgezeichnet. Viel schöner war allerdings dar Dank von Mathias Frank und die Freude über seine Leistung. Diese war wirklich bemerkenswert wenn man bedenkt, was für schwierige Tage er am Anfang der Tour durchmachen musste. Eben ein Champion!

Alle Resultate: http://www.procyclingstats.com/race/Tour_de_Suisse_2014-Stages

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